Rürup-Rentenversicherung

Sie haben sich viel vorgenommen für den Ruhestand? Zeit haben Sie genug – aber wie sieht es mit Ihren Finanzen aus? Um später Ihr Leben in vollen Zügen zu genießen, brauchen Sie ein finanzielles Polster. Auf die gesetzliche Rentenversicherung allein ist kein Verlass.

Als die gesetzliche Rentenversicherung 2001 reformiert wurde, erhielten die meisten Bürgerinnen und Bürger mit der Riester-Rente die Möglichkeit, mit Unterstützung des Staates finanziell für den Ruhestand vorzusorgen. Einige Personengruppen wie Selbstständige, die keine Beiträge in die Rentenkasse zahlen, konnten davon jedoch nicht profitieren. Um auch ihnen die Option einer staatlich geförderten Altersvorsorge zu geben, wurde 2005 die Rürup-Rente eingeführt. Hinter ihr steckt in der Regel eine klassische oder fondsgebundene Rentenversicherung oder ein Fondssparplan, deren Beiträge Sie als Sonderausgaben steuerlich geltend machen und damit Ihre Steuerlast deutlich senken können.

Für wen eignet sich die Rürup-Rente?

Selbstständige und Freiberufler: Die Rürup-Rente stellt daher für Selbstständige die einzige Option dar, mit Unterstützung des Staates eine private Altersvorsorge aufzubauen. Flexible Einzahlungen und Einmalzahlungen geben dieser Gruppe zudem die Freiheit, die Beitragshöhe nach ihren schwankenden Einkommen auszurichten.

Attraktive steuerliche Förderung

Sie können Ihre Beiträge als Sonderausgaben in der Steuererklärung geltend machen.

Ab 2025 berücksichtigt das Finanzamt ihre kompletten Einzahlungen (100%) bis zum Höchstbetrag.

Bis dahin wird die Grenze jährlich um zwei Prozent angepasst. 2018 rechnet das Finanzamt beispielsweise 86 Prozent der Beiträge an. Dazu müssen Sie diese in der Anlage „Vorsorgeaufwand“ vermerken.

Hier fließen auch die Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung ein

Ansetzbare Höchstbeiträge zur Vorsorgeaufwendung ab dem Jahr 2016

Ledige Höchstbetrag:  22.766,00 €                 Verheiratete Höchstbetrag:  45.532,00 €

Jahr

Prozentsatz

  Anrechenbar

       Prozentsatz

   Anrechenbar

2016

  82 %

18.668,12 Euro

  82 %

    37.336,24 Euro

2017

  84 %

19.123,44 Euro

  84 %

    38.246,88 Euro

2018

  86 %

19.578,76 Euro

  86 %

    39.157,52 Euro

2019

  88 %

 20.034,08 Euro

  88 %

    40.068,16 Euro

2020

  90 %

 20.489,40 Euro

  90 %

    40.978,80 Euro

2021

  92 %

 20.944.72 Euro

  92 %

    41.889,44 Euro

2022

  94 %

 21.400,04 Euro

  94 %

    42.800,08 Euro

2023

  96 %

 21.855,36 Euro

  96 %

    43.710,72 Euro

2024

  98 %

 22.310,68 Euro

  98 %

    44.621,36 Euro

2025

100 %

 22.766,00 Euro

 100 %

    45.532,00 Euro

Attraktive steuerliche Förderung

Steuerliche Entlastung: Insbesondere Besserverdiener senken mit der privaten Altersvorsorge ihre Steuerlast durch die vom Finanzamt berücksichtigten eingezahlten Beiträge.

Sicherheit: Das angesparte Kapital ist pfändungssicher und wird weder bei der Privatinsolvenz noch beim Hartz-IV-Antrag angerechnet.

Flexible Einzahlung: Sondereinzahlungen in den Vertrag und Beitragsänderungen sind jederzeit möglich.

Lebenslange Rentenzahlung: Der Versicherer garantiert Kunden eine lebenslange Rentenzahlung bis zum Tod, unabhängig davon, wie lange sie leben.

Kein Mindestbeitrag: Anders als bei der Riester-Rente gibt es keinen Mindestbeitrag, den Versicherte im Jahr zahlen müssen.

Steigende Förderhöhe: Bis 2025 wächst der Anteil, den Sparer jährlich steuerlich absetzen, auf 100 Prozent.

Freibetrag: Sind Verbraucher später auf die sogenannte Grundsicherung im Alter angewiesen, bleibt bei der Berechnung der Sozialleistung ein Freibetrag von mindestens 100 Euro monatlich anrechnungsfrei.

 

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